Wie weit geht eigentlich die Aufsichtspflicht ?

Die wichtigste Grundlage um keinen Folgen reichen, sondern erfolgreichen Wandertag mit seinen Schülern zu verbringen, ist ein gutes Konzept zur Aufsicht. Basis für solch ein Konzept ist in jedem Fall das jeweilige Schulgesetz des entsprechenden Bundeslands.

In Berlin gilt laut § 51 SchulG „Pflicht der Schule zur Beaufsichtigung“ im ersten Absatz, dass Lehrkräfte die Pflicht inne haben, auch außerhalb der Schule die Schülerinnen und Schüler zu beaufsichtigen. Bei minderjährigen Schülerinnen und Schülern wird die Aufsichtspflicht der Eltern dementsprechend auf Sie als Lehrkraft übertragen, bei Volljährigen gilt immerhin noch die Fürsorge- und Verkehrssicherungspflicht. 

Um diesen Pflichten in angemessenem Rahmen nachkommen zu können, ist es ratsam, Hilfskräfte in einen Wandertag mit einzubinden. So ist es möglich, dass Sie Referendare oder Elternteile mit einbinden - Sie sind in diesem Fall den involvierten Personen gegenüber weisungsbefugt.

Wo sind die Grenzen der Pflicht?

Wichtig zu wissen ist für Sie vor allem die Grenze, an der Sie nicht mehr die Aufsichtspflicht haben. Wenn sich ein Schüler oder eine Schülerin unerlaubt von der Gruppe entfernt oder eine spezifische Ausnahme der Aufsichtspflicht für gewisse Aktivitäten (getrennte Rückreise z.B.) von den Eltern vorhanden ist, erlischt Ihre Pflicht.


​Kostenloses Handbuch für Pädagogen

​Mit diesen Neuen pädagogichen Tipps wird Ihr nächster Schulausflug zum SUPER Event: Ihre Schüler werden es Ihnen danken 

​Neuste Beiträge:

​Jetzt und nur solange der Vorrat reicht: Das Kostenlose Handbuch sichern: Mit diesen Tipps wird der nächste Schulausflug ein SUPER Event!

​Das Brandneue Handbuch zum Sofort Download:

  • Die 5 besten Tipps für den perfekten Schulausflug: Langweilige Schülergesichter waren gestern!
  • Die besten Fördermöglichkeiten für Ihre Projekte: Sparen Sie bares Geld bei der Realisierung Ihrer Projekte
  • 30,00€ Gutschein für die Klassenkasse

Wichtig zu wissen für Sie

Oft hört man Forderungen von Elternteilen nach lückenloser Beobachtung auf Schulausflügen, um maximale Sicherheit aller Beteiligten zu gewährleisten. Die Lückenlosigkeit wurde allerdings bereits mehrfach gerichtlich als Forderung abgewiesen. So ist es an einer Entscheidung des Landgerichts Itzehoe auszumachen: Zwei Lehrkräfte pausierten während eines Ausflugs an einer Autobahn und erteilten den 25 Schülerinnen und Schüler im Alter von 9 bis 12 Jahren die Anweisung, sich entweder zu den Toiletten zu begeben oder aber in einem spezifischen Bereich von Parkbänken zu warten. Während die Lehrkräfte sich darauf folgend der allgemeinen Beobachtung widmeten, wurde von einer kleineren Gruppe der Bereich verlassen und ein Schaden an einem parkenden Auto verursacht. Das Gericht entschied, dass die Anweisungen der Lehrkräfte ausreichend gewesen und daraufhin eine Einzelüberwachung jeglicher Schüler weder möglich noch nötig gewesen sei.

Neben uneingeschränkter Überwachung darf zusätzlich nicht von Ihnen als Lehrkraft eine medizinische Betreuung von Schülerinnen und Schülern erwartet werden. Sollte also beispielsweise ein Diabetiker unter diesen sein, kann Ihnen nicht die Aufsicht über zum Beispiel eine regelmäßige Blutzuckermessung oder Insulinvergabe übertragen werden.

In einem solchen Fall muss für den entsprechenden Schüler oder Schülerin eine speziell Ausgebildeter Betreuer Mitgenommen werden.

Weitere wichtige Gesetze und Bedeutungen finden Sie in unserem kostenfreien Ratgeber 1 Schulausflug, 1 Erlebnis!